Hallo Du, mein Kind. Nachdem deine Mutter, also meine Frau, die wunderbarste Frau auf dieser Welt, mich heute also eingeladen hat, Nachrichten an dich zu schreiben, muss ich es natürlich machen.
Vor einem Monat bist du nun gezeugt worden. In Napoli. Das ist in Italien, liegt am Mittelmeer, ist zwar nicht die modernste, friedlichste und sauberste Stadt in dieser Gegend, aber immerhin symbolisch ist sie. Zwei antike Völker haben sich dort verbunden: Die Griechen, die die Stadt gegründet haben und die Römer, die sie zu ihrer eigenen Stadt gemacht haben. Und dort bist du also gezeugt worden. Und das ist gut so.
Ich bin so froh und glücklich, dass es dich gibt. Und das hat mehrere Gründe:
1.) Ligia, deine Mutter, meine geliebte Frau, war wohl noch nie so glücklich. Selbst an dem Tag, an dem wir geheiratet haben, war sie nicht so glücklich. Oder zumindest auf eine andere Art glücklich.
2.) Das es dich im Bauch deiner Mutter gibt zeigt mir, dass auch ich existiere. Endlich hat mein Leben einen Sinn bekommen.
3.) Ich bin auch glücklich, weil du das Glück hast, Ligia als deine Mutter zu haben. Du hast es nicht besser treffen können. Sie ist das non plus ultra, was Mütter betrifft, was alles auf dieser Welt betrifft. Sie ist alles.
4.) Ich bin ebenso glücklich, weil auch ich dich einiges über das Leben in Österreich, in Europa lehren, zeigen werde können.
Auch, wenn ich jetzt nicht bei dir sein kann, bin ich immer bei dir. In drei Monaten werde ich mit deiner Mutter einige schöne Wochen in Lima verbringen können und werde dir dann ganz Nahe sein. Vielleicht werde ich dich schon spüren können oder hören, wenn ich etwa mit meinen Ohren zu dem wunderbaren Bauch von Ligia hingehen werde.
Ich liebe deine Mutter so sehr.
Und ich liebe dich. Das sollst du wissen.
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